Schon kurios, wer alles so ganz genau wissen will, was Liebe ist…
Na ja, wie dem auch ist. Wer ihr begegnet ist, der einzig wahren Liebe, ist entweder rundherum glücklich – oder aber hat was Markverzehrendes auf sich genommen (im wahrsten Sinne des Wortes). Um nicht allein zu sein, soll man als Frau da ganz schön was aushalten können. Anders herum natürlich auch. Es soll auch Männer geben, die sich von der Frau platt machen lassen und stille halten - aus Angst, sie könnte ihn verlassen. Schneller als einem lieb ist, hat Mann dann plötzlich vier Beine neben sich im Bett, statt zwei mit mehr oder weniger schlanken Fesseln. Zum Thema Fesseln möchte ich an dieser Stelle keinen Kommentar abgeben, weil ich glaube, keine Frau wünscht sich so ein Hundeleben.
Aber auf den Hund zu kommen, beziehungsweise zurückzukommen.
Mein Nachbar hatte mal ein´, der Mann war auch so ein armes.. sorry, der Arme war auch so allein. Also wenn Sie mich fragen, lieber Leser und Hundenarr, für meine Begriffe war sein Hund ein Ferkel um nicht zu sagen Schwein. Ständig rieb sich das Tier an seinem Bein, ne wirklich, das muss doch nicht sein. Dann doch lieber allein.
Ich meine, es muss ja nicht jeder ein Hundeliebhaber sein. Da ziehe ich einen feurigen Liebhaber vor. Einen, steht da, lieba Lesa, nicht meinen. Isch ´abe nämlich keinen. Ich weiß, sollte man nicht meinen. Ist es aber so und darüber bin ich auch froh.
Man hört ja nichts Gutes darüber und wenn, dann nur wie unerhört gut er ist und dass Liebe und Leid nah beieinander liegen – und sie sich nur deshalb ständig in die Haare kriegen.
Was aber noch nie mit einem Wort erwähnt wurde, auf jeden Fall nicht unter diesem Gesichtspunkt, wie nahe Liebe und Leib beieinander liegen und dass sie ausgezeichnet miteinander kooperieren – beim kopulieren.
Nun gut, will ich hier nicht weiter lamentieren, über ein Thema, welches sehr schnell geht an die Nieren. Zudem möchte ich auch nicht, dass der Leser könnte sich genieren oder gar anfängt, beim Lesen zu frieren.
Wie allgemein bekannt, gehen die Meinungen, was die Liebe angeht, ziemlich schwer auseinander. Ja, Sie lesen richtig, die Meinungen sind gemeint. Menschen soll es nämlich geben, die ernsthaft behaupten, Liebe geht durch den Magen. Oh mein Gott. Was für ein Labskaus, ähm, Lapsus. Man könnte auch sagen, was für ein Schlappschuss. Aber mal Hand auf Herz, liebe liebestollen Liebevollen. Ist es nicht eher so, dass sie gewaltig auf den Magen schlägt? Na bitte. Ich kenne da, nur mal so um ein Beispiel zu nennen, eine Frau, ein wirklich hübsches Mädel, die einen regelrechten Brechreiz bekommt. Und das beim bloßen Gedanken an seine Blöße. Oder Größe. `tschuldigung, aber ich kann mich nicht mehr so genau erinnern, nur daran, dass ihr der Kerl ständig von seinem Ständer (ich entschuldige für mich für den Ausdruck, der stammt nicht von mir) erzählte, solange und ausdauernd bis sich die Auserwählte in die Flucht geschlagen fühlte.
Ein Gefühl, finde ich, dass man als Frau nachvollziehen kann. Damit ist aber immer noch nicht die Frage geklärt: Was hat Essen und Liebe gemeinsam? Doch nichts weiter, als dass man sich am Tisch gegenübersitzt, den er bestellt hat, und schwitzt, in der Hoffnung, sie würde nach dem Essen Appetit auf mehr bekommen. Ja, so sind sie, die Kavaliere. Als Kriechtiere kriegen sie einfach nicht den Hals voll und finden sich auch noch toll. Ich kannte da auch mal einen, so einen kriechenden Gesellschaftslöwen. In Wirklichkeit war der Kerl ein würdeloser Bärbeißer.. na Sie wissen schon, was ich meine. Ich darf gar nicht dran denken, wie er sich tat nach mir verrenken und mit plumpen Sätzen zu überzeugen versuchte .. und ich nur noch das Weite suchte. Der Typ fand sich ja so was von witzig und ich seine Hände viel zu schwitzig, oder so ähnlich. Auf jeden Fall waren sie voll Schweiß und der Mann redete einfach nur Scheiß. „Na Süße, was halten wir denn davon?“ „Wovon?“ „Wenn wir vom Nachtisch direkt zum Nachttisch..“! ‚Na toll – dachte ich, dem Kerl geht da nichts durch den Magen, dem gehen nur schmutzige Gedanken durch den Kopf -und auf den jetzt werde ich kräftig schlagen‘, was ich mich dann tat auch wagen.
Von da an war Rosemarie lieber allein, was sie bis heute nicht tut bereu´n. Früher oder später, im Grunde viel zu spät, empfand der Mistkerl so was wie Reue und schwor seiner Rosy (schon wieder) die ewige Treue. Irgendwann hat sich das Blatt dann gewendet, ich glaube ihr Heinzchen ist vor Kummer verendet. Heut ist es Rosy, die nicht treu sein kann und fängt mit jedem der ihr über die Pumps läuft, ein Techtelmechtel an. Ich persönlich bin überzeugt, dass da nicht viel Wahres dran ist, immerhin glaub´ ich nicht jeden Mist.
Dies hat mit viel Fantasie Hildegard Grygierek geschrieben.
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