Donnerstag, 14. Januar 2010

Tiere im Winter


Wem sind sie nicht aufgefallen, die überall versprenkelten gelben Pipiflecken, im Schnee. Nie waren sie eindeutiger zu erkennen, als derzeit, wo es heftig schneit.
In welche Richtung ich auch gehe, jeder Meter Wegstrecke den ich zurücklege, ist bepieselt. Schlimm finde ich das nicht, viel schlimmer finde ich den unangenehmen Aa-Geruch, der als dampfende Kacke so was von aufdringlich durch die Schneedecke dringt und unbeschreiblich stinkt. Auf jeden Fall mehr als sonst .. habe ich den Eindruck.
Aber da gibt es auch noch andere Tiere, die ihre Spuren im Schnee zurücklassen. Rehe zum Beispiel, Vögel und Wassertiere (keine Fische) geben ganz spezifische Abdrücke ab, die sich leicht deuten lassen, wenn man sich auskennt. An dieser Stelle gebe ich offen und ehrlich zu, nicht so sehr bewandert zu sein , weshalb ich die Hasenspur von der Karnickelspur nicht zu unterscheiden vermag. Hasen und Karnickel mag ich da lieber als Braten, mit Klöße und Rotkohl. Ebenso geht es mir mit den einheimischen Vögeln, wie Buchfinken und Spatzen etc. Quatsch – die verzehre ich doch nicht! Ich meine, haben Sie schon mal versucht, einen Buchfinkenfußabdruck von dem eines Sperlings zu unterscheiden? Ich schaffe es ja nicht einmal, den Abdruck eines Rotwild´s von dem eines Hundes auseinander zu halten .. musste ich bei meinem letzten Spaziergang feststellen. Gerade in dem Moment, wo ich glaubte einem wilden Tier, sprich Waldbewohner, auf die Fährte gekommen sein, rief von irgendwoher ein „Herrchen“ nach seinem Rüden, der ungelogen aussah wie ein Wildschwein. Und so benahm er sich auch. Mit der Schnauze schob das laut-grunzende Tier den Schnee voran, als ob es nach Trüffeln suchte. Aber alles was das Keiler, ´tschuldigung, was der Rüde mit der Schnauze freigelegt hatte, war nichts weiter als ein Haufen Kot, welcher sich unauffällig unter der Schneedecke versteckt hielt und wahrscheinlich noch einzige Zeit frisch hält.

Die Fledermaus hat es da nicht so leicht mit dem Verstecken, oder besser gesagt „Überwintern“. Mit ihrem Federleichtgewicht und einem ausgeprägten Ortungssinn ortet sie einen geeigneten Überwinterschlafplatz an und hält für gewöhnlich in alten Baumhöhlen und in Scheunen Einzug.

Einzug halten auch die Mäuse. Wenn es ihnen draußen zu frisch wird, speziell im Winter, dann drängt es sie in wärmere Gefilde. Nein-nein, nicht in den Süden. Die Ein- bw. Aus-Wanderung reicht nur bis zum nächstgelegenen Keller, den die kleinen Nager zur Überwinterung bevorzugen. Dort nagen sie dann alles an, was niet- und nagelfest ist und fressen sozusagen jeden Mist.

So – und wer nun meint, den Tieren, egal ob Wild-, Feld-, Wald- oder Haustier, etwas Gutes tun zu müssen, der kann sich bei der Überwinterung nützlich machen, indem er die niedlichen Tierchen mit leckeren Sachen anfüttert;-)


Foto: Hildegard Grygierek (Haltern-Hullern)

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