Was nutzen einem die guten Vorsätze, wenn man sie eh nicht einhält. Richtig blöd finde ich Versprechungen, oftmals an sich selbst gerichtet, die in Meineid enden.
Also ich habe es schon vor Jahren aufgegeben mir irgendwelche Versprechen zu geben. Statt dessen mache ich lieber Billigungen. Das heißt, statt mich abzustrampeln und meinem Heißhunger auf Schokolade davonzulaufen, genehmige ich mir lieber das eine oder andere Pfündchen. Nein, nein, nicht doch, damit ist doch nicht gemeint, dass ich Pfundweise Schokolade in mich hineinschmeiße. Das wäre selbst mir zuwider. Was ich meine „.. ja und, lass doch die Hüften schön rund bzw. hübsch abgerundet sein, interessiert doch eh kein ähm Mensch“.
Aber so sind die Menschen. Viele wollen im Neuen Jahr alles anders machen. Manche machen sich sogar eine Liste. Lustig, gell? Ich meine, das ist doch lächerlich, das mit der Liste. Eine Bekannte erzählte mir, dass ihr reizbarer bis leicht erregbarer Mann noch in der Silvester-Nacht eine Aufstellung über Stellungen ausgearbeitet hat, die er mit ihr noch nicht durchgeführt hat und im neuen Jahr ausprobieren will. Ob er auch kann, steht natürlich auf einem anderem Blatt .. erwiderte ich. Ok. Nachdem er die Liste liebevoll und in numerischer Reihenfolge (1 bis 12 = pro Monat eine Nummer) angefertigt hatte, bat er seine geliebte Rosemarie um Stellungnahme. Rosy, nicht auf den Mund gefallen, und erst recht nicht auf den Kopf, erstellte daraufhin ein Gutachten, ein verbales. Hinter vorgehaltener Hand erklärte sie mir, dass es sich bei der Stellungnahme eigentlich um eine Moralpauke handelte, die er, völlig darüber pikiert, wegzustecken hatte. Natürlich wollte ich wissen, wie man sich sicherlich denken kann, was sie denn festzustellen bzw. zu predigen hatte .. was ich hier aber nicht verrate. Ich werde doch nicht Karl-Friedrich verpetzen und über seinen kleinen Kallemann hetzen, der schon als kleiner Pillemann mal ein großer werden wollte, was dann aber leider nicht sein sollte.
Ok, will ich das mal sein lassen und mich an andere Vorsätze, wie das Saufen und das Rauchen, herantasten. Saufen und Rauchen gehören zusammen wie der Wind und das Meer, oder besser, wie Bienen und Blümchen, welche sich in der Regel nur schwer separieren bzw. voneinander trennen lassen. So. Und wer säuft, der raucht auch gern und wer gern immt (was von immen kommt), der kommt vom Blümelein keinesfalls los. Was ich damit aber eigentlich akzentuieren wollte und nicht so umständlich umschreiben .. ‚wer das Rauchen aufgeben möchte, gegebenenfalls zusammen mit dem Saufen, der muss nicht zwangsläufig auch mit dem .. ähm .. beigesellen aufhören‘. An irgendetwas muss der Mensch doch noch Freude haben können, selbst dann, wenn er nicht mehr so richtig kann.
Also, dann macht mal schön, bis dann…
Samstag, 2. Januar 2010
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