Mittwoch, 22. Oktober 2008

I t ´s Z i e h t i m e

Mit dem Fallen der Blätter von den Bäumen, wenn der Herbst in die Lande zieht, beginnt das allgemeine Aufschütten von Teeblättern. Die zu Krümeln bearbeiteten Blättchen, Stängel und Blüten sind in unterschiedlichsten Teesorten erhältlich und finden besonders dann reißenden Absatz, wenn die „Anregung“ stimmt.

Auch ich fühlte mich dieser Tage sehr zum Kauf „angeregt“, schon allein wegen dem anziehenden Namen. „Träum-schön“, steht auf der Verpackung, eine Kräuterteemischung aus Melisse, Kamille, Lindenblüten etc., die offenbar schöne Träume verspricht. Wehe wenn nicht…

Um recht viele Beutelchen in die Haushalte bzw. Tee-Tassen zu bekommen, hat man nicht etwa die Tassen erweitert, auch nicht außergewöhnliche Gläser herausgebracht, sondern sich was einfallen lassen. Im Hause „Teebeutel“ zum Beispiel, weiß man, dass Teesorten wie Pfefferminztee und Co. noch langweiliger geworden sind und schalen Kamillentee kein Mensch mehr trinkt. Also muss eine ungewöhnliche Mischung her, die herkömmliche Bezeichnung weg und .. der aufgefrischte bzw. frisch aufgebrühte Teebeutel erfüllt aus einem völlig anderen Blickwinkel seinen Zweck. So gesehen, ist eine Änderung in bekömmlichen „Schlank-und-Ranken-Tee“ sehr erfinderisch sowie äußerst phantasiereich, zudem eine ganz tolle Idee und absolut originell.

Aber es gibt noch andere originelle Teesorten. In der Apotheke mehr als anderswo. 'Ein Teelöffelchen Granulat und du kannst aufs Klo', heißt es und auch woanders beißt es nicht mehr so. In der Blase nämlich, wenn man sehr häufig muss aufs Klo. Und so gesehen .. wem ist nicht aufgefallen, dass heilkräftige Teesorten grundsätzlich ihre charakteristische Bezeichnung behalten haben und dadurch den heilenden Effekt? Ich meine, der Effekt wäre ja auch weg, würde Blasen-Nieren-Tee plötzlich „Schlaf-durch-Tee“ heißen oder so. Dann schon besser so.

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