Donnerstag, 30. Juli 2009

Senioren-TÜV

Senioren-TÜV
ab 80 (nicht kmh :-)

Immer öfter fallen ältere Menschen durch riskantes und abenteuerliches Fahrverhalten auf. Dabei kommt es nicht selten zu Unfällen mit tödlichem Ausgang

© ro18ger / PIXELIO
Verkehrt kann es von daher nicht sein, finde ich, wenn sich ältere Menschen einem „Test“ unterziehen, der nicht nur zum eigenen Schutze dient, sondern auch der allgemeinen Sicherheit von Vorteil ist. Leider ist solch ein Test in Deutschland politisch nicht gewollt, was meines Erachtens leichtfertig und unverantwortlich ist. Fahrlässig finde ich deshalb die Aussage des noch jungfräulichen Verkehrsministers, mit Fahreignungs- und Reaktionstests Senioren diskriminieren zu wollen. So ein Blödsinn, Herr Lienenkämper. Was er in der „Aktuellen Stunde“ von sich gegeben hat, nämlich dass der Test gegenüber älteren „anständigen“ Fahrern unfair wäre, ist kühn und weltfremd.

Natürlich gibt es unter den Senioren so´ne und so´ne. So´ne, die ein Muster von Fahrzeughalter abgeben und streng nach den Verkehrsvorschriften ihr neues Gefährt bei 40 Kmh auf der Landstraße vor-führ´n während andere mit über hundert (Sachen) durchs Dorf brettern und ihren Posten verlier´n - und so´ne, die ihre eigenen Vorschriften haben und stur danach fahr´n. Mal als Geisterfahrer auf der Autobahn, ein anderes Mal als Sonntagsfahrer in falsche Richtung durch die Einbahnstraße. Na logisch ticken beim Ein- und Ausparken auf dem Frauenparklatz auch jüngere Autofahrerinnen anstoßende Fahrzeuge an. Folgerichtig ist aber auch, dass die anliegenden „Falschparker“ meist selbst Schuld am Dilemma sind.

Um aber nochmal auf die geschätzten Senioren zurückzukommen… Es kann nicht sein, dass der nigelnagelneue Vorführ-Wagen, mit über 100 PS unter der Haube, keinen Blinker hat (weder links noch rechts) und keine Spiegel, liebe Autoindustrie. So viele mangelhafte Neuwagen auf den Straßen wie derzeit, in der Abwrackzeit, das gab´s noch nie.

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