Dem Jahrgang völlig bezugslos ziehen sich, finde ich, immer mehr Menschen vollkommen zwanglos an. Doch, doch, lieber Leser, da ist was dran.
Erst vorgestern widerfuhr mir folgendes erschütterndes Erlebnis im Hause Agentur für Arbeit in Bochum.
Du lieber Himmel, wie durchfuhr es mich, als ich aus unsicherer Entfernung stampfende Geräusche und Kettengerassel wahrnehmen musste. An alles hätte ich gedacht, aber doch nicht, dass diese unheimliche Geräuschkulisse von einem menschlichen Wesen ausging. Mein Blick hing starr an einer sich selbst an Ketten gelegten weiblichen oder männlichen Person, die hohl- wie glatzköpfig durch den dunklen Flur der Anstalt bzw. Agentur stampfte. Mir wurde regelrecht heiß, als die Gestalt nahte .. und … und .. uaaaah… dann aber großen und schweren Schrittes an mir vorbeimarschierte. Der oder die will arbeiten, ging es mir durch den Kopf. Aber doch nicht bei den Temperaturen…
Oder können Sie sich, lieber Leser vorstellen, dass ein Mensch oder Grufti, oder was auch immer, bei 25 ° im Schatten im langem schwarzen Mantel, dicken schwarzen Knobelbechern und an Ketten gelegt arbeiten kann? Ich kann mir das auf jeden Fall nicht vorstellen. Mir sind ja schon meine Sandaletten, die ich selbstverständlich barfuß und mit rotlackierten Fußnägeln trage und das hauchzarte Spaghettiträgerkleidchen zu viel. Zum Glück kann man als Frau die Haare hochstecken … während die armen Männer unter ihrem „Schwanz“ (Pferdeschwanz) tun vor Hitze fast verrecken. Hihihi, reimt sich sogar…
Aber Jungs, lasst mal stecken. Zieht ruhig die kurzen Hosen an, da ist wenigstens noch was dran. Wenn auch nur krumme, behaarte Beine mit Tennissockenfüßen in Schlappen drin - aber die kann man ja zur Not abhacken. Nicht die Schlappen, die Füße. War nur Spaß :-) - ich wollte sagen, dass der „bizarre“ Anblick auf jeden Fall besser ist, als dieser „abweichende“ Gruftimist.
*you know "Neckholder"??
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